Institutionelle Anleger sind im Krypto-Markt mit komplett anderen Herausforderungen konfrontiert als Privatanleger. Sie brauchen professionelle Handelssysteme und rechtskonforme Verwahrung. Strukturierte Krypto-Finanzprodukte können Lösungen bieten.

Institutionelle Anleger investieren zwar in Krypto-Assets, im Vergleich zu anderen Anlageklassen sind die Anlagesummen aber noch verschwindend gering. Als Hedge Fund-Investor Paul Tudor Jones ankündigte, er habe zwischen einem und zwei Prozent seiner Portfolio-Assets in Bitcoin investiert, spekulierten Branchenmedien auf die institutionelle Geldschwemme. Ein Nachziehen anderer Anleger könnte die gesamte Marktkapitalisierung Bitcoins auf über eine Billion US-Dollar bringen –  im Vergleich zu derzeit ca. 170 Milliarden.

Tatsächlich interessieren sich neben Jones auch viele andere institutionelle Anleger für Krypto-Assets. Eine Studie von Fidelity stellte fest, dass 80 Prozent aller Institutionen digitale Assets als attraktive Investments empfinden, 30 Prozent haben bereits in die Anlageklasse investiert. Trotzdem gibt es nach wie vor Hürden, denn institutionelle Anleger haben im Vergleich zu Privatanlegern komplett andere regulatorische und operative Anforderungen.

Privatanleger haben einfacheren Zugang

Für Privatanleger sind Krypto-Investments nicht kompliziert. Allein in Deutschland haben Schätzungen zufolge bereits 800.000 Privatanleger in Krypto-Assets investiert. Sie können sich an einer digitalen Börse anmelden und direkt mit Kryptowährungen und ihrem eigenen Wallet handeln. 

Während Privatanleger so relativ einfach Zugang zu Krypto-Assets haben, bieten die meisten digitalen Börsen für institutionelle Anleger nicht die richtigen „Pakete“ an, um ihre Herausforderungen zu meistern. Zum Beispiel sind die Spreads auf den jeweiligen Börsen oft hoch, der „Marktpreis“ schwankt stark zwischen verschiedenen Handelsplätzen und das KYC-Onboarding lässt zum Teil keine Unternehmenskunden zu. 

Order-Routing und Krypto-Verwahrung

Institutionelle Anleger platzieren wesentlich höhere Ordervolumen als Privatinvestoren. Im traditionellen Finanzmarkt sind Order-Routing-Systeme deshalb schon längst Standard. Sie verbinden die Handelssysteme der Anleger über APIs mit verschiedenen Börsen, sodass sie ihre Order gleichzeitig auf mehreren Handelsplätzen platzieren können, ohne dabei durch ihre eigenen Handelsvolumen den Preis zu beeinflussen. Spezialisierte Dienstleister bieten auch auf Krypto-Märkten solche Systeme an.

Aufgrund strikter regulatorischer Auflagen brauchen institutionelle Anleger zudem lizenzierte Krypto-Verwahrdiensleister, um die Assets rechtskonform und sicher aufzubewahren. Idealerweise ist diese Custody-Lösung direkt mit dem Order-Routing-System und den jeweiligen Börsen verbunden. 

Die Herausforderung dabei bleibt, dass Anleger sich direkt bei den jeweiligen Börsen und Dienstleistern registrieren müssen. Da die Handelsplätze sich meist in verschiedenen Ländern befinden und somit anderen Gesetzen und KYC-Anforderungen unterliegen, kann dieser Onboarding-Prozess mehrere Monate dauern.

Strukturierte Krypto-Investmentprodukte

Um diese Herausforderungen zu umgehen, haben Anleger zwei Möglichkeiten: Sie können entweder mit einem Broker arbeiten, der die Assets handelt und aufbewahrt. Da der Broker über seine Broker-Dealer-Lizenz bei mehreren digitalen Börsen registriert ist, spart sich der Anleger den Onboarding-Prozess. 

Die zweite Lösung sind strukturierte Finanzprodukte, die bereits sämtliche regulatorischen Anforderungen erfüllen. Dabei kauft der Anleger lediglich das Produkt, das zum Beispiel ein einzelnes Krypto-Asset, einen Krypto-Index oder ein aktiv gemanagtes Krypto-Portfolio nachbildet und überlässt den Handel und die Verwahrung dem jeweiligen Emittenten. 

Sowohl für Family Offices als auch für mittlere und große Asset-Manager ist das derzeit die bevorzugte Lösung. Sie erhalten einfachen, gemanagten Zugang zur Blockchain-Anlageklasse. Mit dem IVO-Bond hat INVAO genau das erreicht: Institutionelle Anleger können durch ein Investment in ein einziges aktive gemanagtes Finanzprodukt in die Blockchain-Anlageklasse investieren, ohne sich über Regularien, Risikomanagement oder technische Details zu sorgen. Auf absehbare Zeit werden solche Lösungen für institutionelle Anleger der beste Zugangsweg zum Krypto-Markt bleiben.