Bitcoins Volatilität nimmt weiter ab. Vor allem institutionelle Investoren scheuten bislang aufgrund der hohen Volatilität noch vor Krypto-Investments zurück. Mit abnehmender Volatilität fallen diese Bedenken weniger ins Gewicht. 

Bitcoin hat seit Januar 2020 ca. 34 % an Wert gewonnen und befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend. JP Morgan hat dem führenden Krypto-Asset zuletzt eine außerordentliche Krisenfestigkeit bescheinigt: Bitcoin habe sich in der Krise als stabiler erwiesen als Gold, Aktien, Anleihen und Fiat-Währungen.

Auch Bloombergs Commodity-Analyst Mike McGlone stellt Bitcoin in seinem letzten Bericht ein gutes Zeugnis aus und zeigt sich für die Zukunft zuversichtlich. Ein Ende des Bullenmarktes sei derzeit nicht in Sicht.

Bitcoin-Volatilität nimmt ab 

Vor allem institutionelle Anleger haben Bitcoins attraktives Rendite-Risiko-Profil schon länger im Blick. Studien haben mehrfach gezeigt, dass bereits eine niedrige Bitcoin-Allokation die Portfoliorendite signifikant erhöhen kann, während sowohl die Portfoliovolatilität als auch der maximale Drawdown sich nicht wesentlich erhöhen. Damit ist Bitcoin, und Kryptowährungen allgemein, im Niedrigzinsumfeld eine attraktive Anlageklasse für institutionelle Anleger.

Bloomberg rechnet in Zukunft mit geringerer Bitcoin-Volatilität. Das Asset entwickele sich von einem derzeit noch hoch-spekulativen Asset zu einem digitalen Gold-Äquivalent. Im Verhältnis zu Aktien und physischem Gold sei die Bitcoin-Volatilität heute auf einem historischen Tiefstand, während die Preise weiter ansteigen – ein Indiz dafür, dass sich die risikoadjustierten Renditen der Krypto-Anlageklasse weiter verbessern.

Bloomberg vergleicht Bitcoins Volatilität mit dem Nasdaq und kommt zu dem Schluss, dass Bitcoins 260-Tage Volatilität heute nur noch das Zweifache des Nasdaqs beträgt. 2017 war Bitcoins Volatilität noch sieben mal höher als die des Nasdaqs. Bitcoins Volatilität nimmt bei steigenden Preisen üblicherweise zu. Im Aktienmarkt ist das Verhältnis umgekehrt.

Quelle: Bloomberg

Auch im Vergleich zu Gold ist Bitcoins Volatilität auf einen historischen Tiefstand gesunken.  Während die 260-Tage Volatilität von Gold seit 2019 stark zugenommen hat, hat Bitcoins Volatilität um 30% abgenommen.

Quelle: Bloomberg

Bitcoin wird als Risiko-Asset attraktiver

Bereits in den letzten Jahren waren Krypto-Assets anderen Anlageklassen bezüglich ihrer risikoadjustierten Renditen, gemessen an der Sharpe Ratio, weit überlegen. Trotzdem scheuen Investoren noch vor Krypto-Investments zurück, vor allem wegen der überdurchschnittlich hohen Volatilität der Anlageklasse. 

Quelle: Woobull Charts

Mit abnehmender Volatilität werden Krypto-Assets vor allem auch für institutionelle Anleger attraktiver. Laut Bloomberg sticht Bitcoin deshalb unter den Risiko-Assets zunehmend als ein Favorit heraus. 

„Bitcoin gewinnt in der wichtigsten Kategorie: Nachfrage“, schreibt McGlone. „Eine einfache Regel bestimmt unseren Ausblick: Ein Asset mit begrenztem Angebot und steigender Nachfrage steigt im Preis.“

Bloombergs McGlone rechnet damit, dass Bitcoins Volatilität weiter abnehmen wird. Als Preisziel für 2020 hält er 13.000 US-Dollar für realistisch.