Laut Analysten befindet sich Bitcoin wieder im Aufwärtstrend. Als Indikator dient die Herabstufung der Mining-Difficulty, die auf ein geringeres Bitcoin-Angebot hindeutet.

Bitcoin steht heute morgen wieder bei über $8.600. Nach dem 8-Monats-Tief im Dezember hat sich die führende digitale Währung rasch erholt.  Laut Analysten markierte der Dezember-Kurs von $6.500 den Boden des bärischen Zyklus – in den nächsten Wochen soll es wieder aufwärts gehen.
Zum Teil ist der Preisanstieg der letzten Tage auf den Konflikt zwischen den USA und Iran zurückzuführen, der Anleger in Krypto-Werte trieb. Abgesehen von diesem temporären Effekt sehen Analysten Bitcoin aber auch mittel-bis langfristig im Aufwärtstrend. Sie verweisen bei ihrer Prognose auf die Herabsetzung der Mining-Difficulty im Dezember 2019.

Mining-Difficulty beeinflusst Bitcoin-Angebot

Die “Mining-Difficulty“ beschreibt, wie „schwierig“ es für einen Miner ist, neue Bitcoins zu erstellen. Wird die Difficulty herabgestuft, dann ist das Minen einfacher geworden. Die Kennzahl wird alle zwei Wochen angepasst, abhängig davon, wie viel Energie das Netzwerk verbraucht. 

Der Energieverbrauch ist vor allem vom Bitcoin-Preis abhängig, denn je höher der Preis, desto mehr Miner versuchen neue Bitcoins auf den Markt zu bringen – und mehr Miner verbrauchen mehr Energie. Bei niedrigerem Preis sind weniger Miner im Markt aktiv, weshalb die Mining-Difficulty niedriger ist.

Difficulty als Indikator für Bitcoin-Bodenbildung 

Die Herabstufung der Mining-Difficulty deutet laut den Analysten auf das Ende eines Bärenmarktes hin. Wenn nämlich der Bitcoin-Preis sinkt, müssen manche Miner ihre Mining-Farmen schließen. Da nun weniger Miner im Markt sind, ist das Bitcoin-Angebot geringer, und die Preise stabilisieren sich. 

In der Vergangenheit war eine geringere Mining-Difficulty häufig ein verlässlicher Indikator für die Stabilisierung von Krypto-Preisen nach einem Bärenmarkt. So folgte zum Beispiel auf den Sell-off im Dezember 2017 eine Preis-Abwärtsspirale, die bis Dezember 2018 anhielt. Dann stabilisierte sich der Preis bei ca. $3.100. Im gleichen Monat wurde auch die Mining-Difficulty nach unten korrigiert. Auch nach dem Höchststand des Jahres 2013 von $1.153 verlor Bitcoin an Wert und stabilisierte sich im April 2015 bei $200. Gleichzeitig wurde wiederum die Mining-Difficulty herabgestuft.

Aufwärtstrend in den nächsten Wochen wahrscheinlich 

In Q4 2019 brach Bitcoin von $13.800 auf $7.500 ein. Daraufhin mussten viele Mining-Farmen ihren Betrieb einstellen. Im Dezember 2019, als Bitcoin bis auf $6.500 sank, wurde die Difficulty zum ersten Mal in 12 Monaten nach unten korrigiert. 

Deshalb vermuten Analysten eine Bodenbildung bei $6.500 und rechnen in den nächsten Monaten mit einem Aufwärtstrend. Dazu kommt das im Mai anstehenden Bitcoin-Halving, wodurch das zusätzliche Angebot an Bitcoins weiter verknappt wird. 

Schenkt man der Difficulty als verlässliches Prognoseinstrument glauben, dann sollten Bitcoin-Preise in den nächsten Monaten tatsächlich weiter steigen. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht, denn neben Indikatoren wie der Difficulty haben auch andere Ereignisse starken Einfluss auf den Bitcoin-Preis, zum Beispiel politische, regulatorische oder Finanzmarkt-Entwicklungen.